Die Konkurrenz rückt näher: Über das Internet ist fast jede Information sekundenschnell weltweit verfügbar.
Da die Konkurrenz nur einen Mausklick entfernt ist, gelingt es auf der Suche nach einem
Lieferanten für ein bestimmtes Produkt, eine Dienstleistung oder einen Service schnell, sich einen Überblick zu verschaffen.
Bei diesem neuen Wettbewerb geht nicht mehr alles über Qualität und Preise
Die Präsentation ist entscheidend. Selbst wenn ein Unternehmen objektiv ein günstigeres oder qualitativ besseres
Produkt anbietet, wird es vielleicht nur deshalb ausgestochen, weil die Präsentation im Internet nicht
überzeugt oder „auf den ersten Blick“ schlechter wirkt.
So können dann sowohl langjährige Kunden verloren gehen als auch Neukunden nicht gewonnen werden.
Machen Sie Ihren Auftritt deshalb zur Chefsache
Wenn die Entscheidung für ein Online-Gehen eines Unternehmens erst einmal gefallen ist, stellt sich
die erste Frage: Wer ist intern verantwortlich für den Web-Auftritt?
Zwar naheliegend, aber in der Regel nicht zu empfehlen ist es, die hausinterne Marketing- oder
Vertriebsabteilung für das Konzept eines Internet-Auftrittes einzuspannen. Denn sie hat nicht immer
die personellen, zeitlichen und auch fachlichen Mittel, um diesem neuen und anderen Medium gerecht
werden zu können.
Bedenken Sie, dass im Gegensatz zu vielen bisherigen Werbeformen eine freigeschaltete Web-Seite
nicht wieder zurückzuholen ist und schlimmstenfalls einen dauerhaften ungünstigen Eindruck beim
potentiellen Kunden hinterlässt.
Deshalb: Für eine so unternehmenskritische Anwendung wie das „Going-Online“ sollte unbedingt
die Unternehmensführung verantwortlich sein.
Der Internet-Auftritt sollte nicht eine Aufgabe unter vielen sein, die zusätzlich „noch so mitgemacht“
wird, sondern ein eigenes Projekt mit definierten (externen) Ressourcen, personell wie räumlich.
Woran Sie eine gute Internet-Agentur erkennen
Ist die interne Verantwortung klar, stellt sich die nächste Frage: Welche Agentur beauftragt man?
Wenig sinnvoll: Nur selten besteht der optimale Weg darin, die bisher gewohnte Agentur aus
dem Printbereich zum Online-Dienstleister zu machen. Die Online-Welt bedarf einer besonderen
„Denke“. Sie ist erfahrungsgemäß nicht (bis auf wenige Ausnahmen) in den gleichen Köpfen vorhanden,
die auch gute Texte, Layout, Design usw. für Gedrucktes schaffen.
Denn die Chancen des Internets lässt der aus, der seinen Internet-Auftritt aus dem Digitalisieren der
Firmenbroschüren, aus einer Ablichtung von Flyern oder aus Abbildungen seiner Produkte zusammensetzt.
Auswahl in zwei Stufen
Machen Sie deshalb die Auswahl der Agentur zur Chefsache: Und versuchen Sie dabei sowohl
„harte“, fachliche als auch „weiche“, persönliche Kriterien zu bewerten.
Grundsätzliche Kriterien
In der ersten Stufe prüfen Sie die Kandidaten hinsichtlich der Kriterien,
die Sie bei jedem Dienstleister, ob Internet oder nicht, anlegen:
- Konzentriert sich die Agentur auf Ihre Bedürfnisse, Ihren Standard? Oder sind Sie nur ein Kunde von vielen?
- Entwickelt die Agentur Visionen und unbequeme, aber interessante Vorschläge?
- Welchen Eindruck haben Sie von dem Büro und den Menschen, die dort arbeiten? Lassen Sie sich einladen und gehen Sie durch die Räume. Auch als Nichtfachmann müssen Sie als Auftraggeber ein gutes Gefühl dabei haben.
- Stimmt die "Wellenlänge" zwischen Ihnen und den Agenturleuten?
- Wurde ein Projektleiter benannt, der verantwortlich und alleiniger Ansprechpartner ist?
- Ist die Agentur mit Ihrer Zielgruppe vertraut?
- Und schließlich: Prüfen Sie die Referenzen und scheuen Sie sich nicht, sich dort zu erkundigen.
Feldforschung zur Orientierung
Nach dieser Phase bleiben erfahrungsgemäß noch zwei oder drei Agenturen, die damit in die engere
Wahl kommen. Günstig ist zur weiteren Optimierung die Durchführung einer kleinen „Feldforschung“.
Sie soll ohne besonderen Aufwand nur noch ein paar weitere Anhaltspunkte liefern.
Machen Sie dazu z.B. einen Workshop oder Projekttag mit Kunden - denn für sie und nicht
als Selbstzweck ist das Ganze ja gedacht. Hören Sie sich deren Wünsche und Erwartungen an.
Finden Sie heraus, was sie unter einem nützlichen Internet-Angebot verstehen und welche Funktionalitäten
nicht fehlen sollten. Passen Sie Ihr Konzept an diesen Katalog an und und legen Sie es
dann den verbleibenden Agenturen vor.
Jetzt können Sie an die Feinjustierung gehen. Welche Agentur ist wirklich fürs Mutimedia-Geschäft gerüstet?
Spezielle Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit:
Werden alle üblichen technischen Konfigurationen der anvisierten Nutzer berücksichtigt
und getestet? Das heißt z.B.: Ist das gestalterische Erscheinungsbild mit dem Netscape-
Navigator und dem Microsoft-Internet-Explorer gleich? Sind alle Funktionen plattform-
unabhängig programmiert, also laufen sie nicht nur unter Windows, sondern auch unter
Mac oder Linux/Unix?
Wird Ihnen auf dem Projektrechner ein Zugang eingeräumt, sodass Sie "in Echtzeit" und wie
der zukünftige Nutzer online den Fortschritt des Projektes jederzeit einsehen können?
Hat die Agentur mindestens zweimal einen Anwendertest mit "echten" Nutzern eingeplant?
Sind so viel interaktive Elemente vorgesehen, dass sich zwar ausreichend "was tut", aber der Nutzer nicht genervt
oder belästigt wird? Solche Elemente machen wesentlich die Akzeptanz und Bindung an einen Internet-Auftritt aus.
Beispiele:
1. Freiwillig abonnierbare Newsletter informieren zu Neuigkeiten aus dem Unternehmen.
2. Zu den einzelnen Produkten können per E-Mail Fragen direkt an den zuständigen
Produktmanager gestellt werden.
Sind Meilensteine definiert, gibt es einen verständlichen, nachvollziehbaren Projektplan mit
klaren Zeit- und Budgetvorgaben?
Welchen Zeitraum oder welche Maßnahmen hat die Agentur vorgesehen, um nach dem
ersten Freischalten die kaum vermeidbaren Fehler zu eliminieren und Optimierungen
durchzuführen? Ist dann noch das gleiche Team verfügbar?
Welche Kosten fallen an?
Es ist inzwischen üblich und angemessen, den zwei oder drei Wettbewerbern in der „Endrunde“ einen
Pauschalbetrag zu bezahlen. Dieser deckt alle Aufwendungen der Agentur bis zur Präsentation
ab und bewegt sich im Rahmen von 5.000 - 10.000 DM. So haben alle beteiligten Seiten das Gefühl eines fairen Vorgehens.
Die Höhe der Aufwendungen für die letztlich beauftragte Agentur ist nur schwer einzugrenzen. Je
nach Komplexität, Design- und Programmieraufwand, Zeitvorgaben usw. sind Summen von 20.000 DM bis oben offen möglich.
Bedenken Sie auch, dass nach der ersten Erstellung regelmäßige Wartungskosten anfallen.
Nützlicher Link
Ein Ranking der Top 30 der deutschen Multimedia-Agenturen nach Honorarumsatz und Personalstärke finden Sie unter:
www.wuv-studien.de/wuv/ran-king/072000/51/index.htm
Natürlich berät und unterstützt Sie auch gerne das WEBAGENCY-Team bei der Planung und Realisierung Ihrer
E-Business-Aktivitäten. Sie können uns gerne jederzeit kontaktieren.
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