Nutzen neuester Internettechnologie - weniger ist manchmal mehr
Sie haben es sicherlich bereits selbst bemerkt: Die Internettechnologie schreitet unaufhaltsam
voran. Regelmäßig gibt es etwas Neues: RealAudio, ActiveX, Dynamic HTML, XML, VRML,
Microsoft Server Extensions... Die Liste ließe
sich beliebig fortsetzen. Leider haben viele dieser Technologien einen Nachteil: Sie sind für die seriöse Anwendung
im Netz schlichtweg überflüssig. Die meisten der vermeintlich 'heißesten'
Internettechnologien kann man guten Gewissens links liegen lassen, und zwar aus mindestens einem der folgenden Gründe:
- Die Technologie liefert keinen Nutzen. Sie ist hübsch und effektheischend, aber nutzlos.
- Sie ist nicht browserunabhängig. Beispielsweise verhält sich JavaScript in
fast jedem Browser unterschiedlich. Und von ActiveX ganz zu schweigen....
- Sie ist langsam, braucht viel Bandbreite und ist einfach noch nicht ausgereift. In diese
Kategorie fallen die meisten der sogenannten 'Multimedia-Plug-Ins' und leider wohl auch Java
(meinen nicht nur wir, sondern auch das US-Magazin HotWired).
Daß um die Technologie trotzdem soviel Wind gemacht wird, verwundert uns aber nicht: Zu
viele Leute denken zu intensiv darüber nach,
wie ein Internetauftritt möglichst beeindruckend aussieht, anstatt sich Gedanken
darüber zu machen, was damit eigentlich erreicht werden soll.
Nutzen statt technischer Gimmicks
Der Einsatz von neuester Technologie garantiert keineswegs den Erfolg im Internet; das
Geschäftskonzept hinter einer Website ist entscheidend. Das Paradebeispiel, wie mit
Low-Tech eine erfolgreiche Website gestaltet werden kann,
ist Yahoo!. Dort gibt es keine animierten Videosequenzen, rotierenden Icons und 3D-Effekte,
sondern jede Menge Nutzwert. Dieser Nutzwert beruht auf Daten und Informationen, die den
Benutzern zugänglich gemacht werden.
Im Grunde ist den meisten Benutzern im Internet
die Mehrzahl der schicken aber nutzlosen 'Effekt'-Technologien egal. Sie möchten
Websites, die ihnen einen Nutzen bieten: Sie wollen Informationen und Serviceleistungen abrufen,
Stellenanzeigen lesen, ihren Kontostand und die Aktienkurse abfragen, Zinssätze und
Preise vergleichen, die nächste Reise planen, Hotelzimmer reservieren, Flugtickets
bestellen, den Wetterbericht am Zielort abrufen... und so weiter.
Technologie, die wirklich etwas bringt
Um Websites zu erschaffen, die genau das können, braucht man
hauptsächlich eines: Daten. Und zwar genau die Daten, die in den EDV-Systemen
eines Unternehmens bereits heute vorhanden sind. Es gilt, die wichtigen Daten und
Informationen, die die Kunden interessieren, nach außen zugänglich zu machen.
Um es auf einen kurzen Nenner zu bringen: Internettechnologie, die wirklich etwas bringt
ist diejenige, die nützliche Informationen und Daten aus den EDV-Systemen eines
Unternehmens nach außen im Web zugänglich macht. Wir möchten jede
Firma ermutigen, darüber nachzudenken, welche Informationen ihre Kunden interessiert und diese im Internet bereitzustellen, damit für
die Kundschaft ein greifbarer Nutzen entsteht, anstatt zuviel Mühe auf den 'Letzen Schrei'
der schicken, aber nutzlosen Technologie zu verschwenden.
Dieser Artikel stammt aus dem E-Commerce-Info-Dienst der WEBAGENCY
(http://www.webagency.de).
Die WEBAGENCY E-Commerce AG konzipiert und realisiert E-Commerce- und
E-Business-Lösungen für die Industrie, den Handel, die
Dienstleistungsbranche und die öffentliche Hand.
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