http://www.webagency.de/infopool/e-commerce-knowhow/trends2003.htm 04. Februar 2012
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Expertenprognose: E-Business-Trends 2003

Was passiert im E-Business in 2003? Für Sie haben wir unsere Kristallkugel vom Dachboden geholt, abgestaubt und einen ganz tiefen Blick hineingeworfen. Hier sind die Resultate:

2003 ist das Jahr des Relaunchs

Viele Websites werden in diesem Jahr in neuem Gewand erscheinen: Sie bekommen ein neues Design, werden inhaltlich umgestaltet.

Viele Firmen haben vor Jahren ihre erste Website mit einem Hauptziel produziert: "Wir müssen auch ins Internet." Die Sites waren häufig von erbärmlicher Qualität: Scheußliche Grafik, katastrophale Benutzerführung, nichtssagende Inhalte, sodie Kritikpunkte aus heutiger Sicht.

Inzwischen hat sich herumgesprochen, dass sich immer mehr Kunden in Netz informieren, bevor sie etwas kaufen. Dies gilt auch für die viele Käufe, die offline stattfinden, also z.B. im Laden. Wer heute im Netz nicht vernünftig präsent ist, wird eventuell bei Kaufentscheidungen nicht berücksichtigt. Und wer kann es sich heute leisten, auf den Kunden nicht über alle möglichen Kanäle zuzugehen?

Was liegt für ein Unternehmen also näher, als die mangelhafte alte Website durch eine neue zu ersetzen? Zu dieser Erkenntnis werden in 2003 zahlreiche Firmen kommen - und einen Relaunch des Webauftritts beginnen.

Ende der Großprojekte

"Großes Unternehmen = Mega-Riesen-Corporate-Website" diese Gleichung wird es in 2003 immer weniger geben. Das einheitliche (virtuelle) Dach für den umfassenden gesamten Internetauftritt einer Firma wird an Bedeutung verlieren. Der Trend geht hin zu kleinen Websites: Zu Specials, die sich speziell einer Zielgruppe, einem Thema, einem Produkt widmen.

DaimlerChrysler macht mit seinem "Webspecial" für die Mercedes-Benz C-Klasse vor, wie es geht: http://www.mercedes-benz.com/c-klasse . DaimlerChrysler will mit dieser Kampagne in erster Linie jüngere Zielgruppen für die C-Klasse begeistern. Oder auch die CreditSuisse versucht über eine spezielle Themen-Website zum Hausbau und zur Immobilienfinanzierung Häuslebauer für sich zu gewinnen: http://www.yourhome.ch.

Von dieser Sorte "Spezial-Websites" werden wir in 2003 einige Exemplare mehr sehen.

Rückkehr von E-Commerce und Online-Marketing

Wie mache ich Geld mit Hilfe des Internets? Die Antwort: Die Besucher auf die eigene Website locken und zu Kunden machen. In den Anfangstagen des WWW dachte jeder, dass dies ganz einfach sei. Aus unerfindlichen Gründen meinte man, dass jeder nur darauf warte, über das Internet einkaufen zu dürfen; Webshops schossen wie Pilze aus dem Boden. Die bittere Wahrheit folgte schnell: Niemand kaufte über das Internet, Online-Shops waren Flops.

Große Ernüchterung setzte ein, Euphorie schlug in Skepsis um: E-Commerce funktioniert nicht, Online-Marketing führt zu nichts - außer zu Kosten, denen keine Resultate gegenüberstehen. E-Commerce und Online-Marketing waren tot.

Langsam, aber sicher wandelt sich das Bild: Die Menschen kaufen immer mehr über das Netz ein, ihre Zurückhaltung gegenüber dem Onlinehandel schwindet. Es braucht immer Zeit bis Menschen ihre gewohnten Verhaltensweisen an neue Gegebenheiten anpassen. (Denken Sie nur einmal daran, wie lange es nach Änderung des Ladenschlussgesetzes gedauert hat, bis die Leute die Zeit zwischen 18:30 und 20:00 zum Einkaufen angenommen hatten.) Über das Netz werden immer höhere Umsätze getätigt - alle unsere Gesprächspartner und Statistiken bestätigen dies - im Business-to-Business-Umfeld wie auch im Business-to-Consumer-Bereich. Deshalb werden wir bald immer mehr Online-Händler sehen, die schwarze Zahlen schreiben. Wenn man es richtig anstellt, kann man über das Internet tatsächlich Geld verdienen. Deshalb werden E-Commerce und Online-Marketing in 2003 eine Renaissance erleben.

Ende des E-Mail-Marketings

Vor zwei, drei Jahren war E-Mail-Marketing eine tolle Sache, um Kunden auf sich aufmerksam zu machen. In 2003 wandelt sich E-Mail-Marketing zum stumpfen Schwert im Kampf um die Aufmerksamkeit der Kunden. Wer von uns hat nicht beobachtet, dass sich immer mehr Werbe-Müll in den E-Mail-Boxen sammelt? Immer mehr Schwachköpfe bombardieren uns mit Mails, die uns zum Kauf gaaanz toller oder gaaanz billiger Dinge auffordern: Mit den typischen Betreffzeilen "Save 70% Blowout Sale", "Natürliche Penisverlängerung mit Kräutern", "Order Viagra online" decken uns die Absender "Sexylady", "Familysavings" und Konsorten mit ihren Werbebotschaften ein. So manche Werbung versucht, sich als Newsletter in unsere Aufmerksamkeit zu schleichen. Wir bekommen immer mehr sogenannte Newsletter von Firmen, die wir gar nicht kennen, aber deren Newsletter wir angeblich abonniert haben sollen.

Die logische Folge der Werbeflut per Elektropost: Immer mehr Werbemails werden ungelesen gelöscht. Es irrt gewaltig, wer meint, dass er heute mit E-Mail-Werbung (Spamming) noch einen Fisch vom Teller ziehen kann.

Sogar etablierte Newsletter werden es in diesem Umfeld schwer haben, noch genügend Leser zu finden. Deshalb werden in 2003 viele Newsletter spurlos verschwinden. Für die Betreiber wird es sich nicht mehr lohnen, einen Newsletter zu schreiben, der von immer weniger Menschen wirklich gelesen wird.

Textqualität wird wichtig

Woher kommen gute Inhalte für die Website? "Na, dann geben Sie uns mal Ihren Firmenprospekt und wir machen da was Hübsches draus", lautete früher ein gängiges Rezept von Webagenturen. Immer mehr Unternehmen müssen erkennen, dass man damit keine Kunden fangen kann. Internet-Benutzer stellen ständig höhere Anforderungen an die inhaltliche Qualität von Websites. Speziell für das Internet produzierte Inhalte müssen her, um Kunden für sich zu begeistern - sonst verschwinden diese so schnell von der Website wie sie gekommen sind. Nicht umsonst sind Seminare für "Textgestaltung im Internet" schon länger der Renner. "Wie verwandle ich mittels guter Texte Websitebesucher in Kunden?" Diese Frage wird in 2003 wichtig werden.


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