Mehr Kunden für Ihre Website
bei geringem Aufwand
Ihre letzte Marketingkampagne war
ein voller Erfolg: die Zahl von Besuchern auf Ihrer Website ist zunächst
stark angestiegen. Ihr eigentliches Ziel war es aber, neue Kunden für
Ihr Unternehmen zu gewinnen - das hat Ihre Marketingkampagne aber nicht
erreicht.
- Der steigenden Zahl von Besuchern steht längst keine äquivalente
Anzahl neuer Kunden gegenüber.
- Die Kundengewinnungskosten sind durch die Marketingausgaben in die
Höhe geschossen.
Kommt Ihnen dieses Szenario bekannt vor? Dann lesen Sie in diesem Artikel
über die ersten Schritte zur Steigerung Ihrer Conversion-Rate
(Umwandlung von Besuchern in Kunden) durch den gezielten Einsatz von Marktforschungsmethoden,
die sich speziell für das Internet eignen: Usertracking und
Usability Tests.
Was ist eigentlich
die Conversion-Rate?
Die Conversion-Rate wird gebildet aus der Anzahl an Transaktionen (z.B.
Kauf im Online-Shop) im Verhältnis zur Anzahl von Besuchen (Visits)
Ihrer Website. Sie beschreibt also das Umwandlungsverhältnis
von Besuchern zu Käufern bzw. Kunden. Damit ist die Conversion-Rate
besonders für solche Websites eine wichtige Erfolgs-Maßzahl,
deren Ziel es ist, den User zu einer Transaktion zu bewegen.
(Weite) Definition Conversion-Rate:
|
Anzahl
Transaktionen x 100
Anzahl Visits
|
Ein Beispiel:
Die Website eines Online-Shops hat monatlich 1.000.000 Visits. Im gleichen
Monat wurden 10.000 Bestellungen erfolgreich aufgegeben und abgewickelt.
Die Conversion-Rate berechnet sich wie folgt:
Anzahl
Transaktionen
Anzahl Visits |
= |
10.000
1.000.000 |
x
100 |
=
1 % |
Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen,
dass eine Conversion-Rate von 1% für Online-Shops schon als gut anzusehen
ist. Die meisten Anbieter liegen weit unter diesem Wert. Als Benchmark
für erfolgreiches Verkaufen über das World Wide Web wird immer wieder
Amazon aufgeführt, das es laut pcdataonline (www.pcdataonline.com)
immerhin auf eine Conversion-Rate von ca. 9% (Durchschnitt für das Jahr
2000) bringt. Die Studie von PC Data lieferte für eine Reihe von großen
E-Tailern die Conversion-Rate - dabei handelt es sich jedoch ausschließlich
um die größten bzw. erfolgreichsten Websites:
- ticketmaster.com 12,7%
- barnesandnoble.com 7,7%
- cdnow.com 5,5%
- buy.com 8,4%
- more.com 13,0%
- jcpenney.com 10,6%
- mothernature.com 17,6%
- sears.com 8,6%
- victoriassecrets.com 9,8%
- gateway.com 8,1%
- dell.com 6,9%
- real.com 1,2%
- etoys.com 8,4%
- 1800flowers.com 12,0%
- spiegel.com 11,4%
- estyle.com 8,8%
Und
wie messe ich die Conversion-Rate?
Zur Bildung der
Conversion-Rate wird - wie oben beschrieben - die Anzahl der Visits
herangezogen. Hinter einer bestimmten Anzahl von Visits kann nun jedoch
des öfteren nur ein einziger User stehen, der mehrmals in größerem
Zeitabstand Ihre Website aufsucht, um sich zu informieren, bevor er
eine Transaktion tätigt. Für Sie als Betreiber einer Website
ist im allgemeinen jedoch interessant, wie viele Ihrer Besucher Sie
zu Kunden umwandeln können. Diesem Anspruch wird man jedoch nicht
gerecht, wenn man die Visits zur Bildung der Conversion-Rate heranzieht.
Von dieser Betrachtungsweise ausgehend müsste der Unique Visitor
zur Berechnung der Conversion-Rate herangezogen werden, d.h. jeder Besucher
wird - unabhängig von der Anzahl seiner Visits auf Ihrer Website
- nur ein einziges Mal gezählt.
Das gleiche gilt für die Transaktionen, die dieser Nutzer tätigt.
Das heißt, wird ein Nutzer zum Kunden umgewandelt, werden dessen
Transaktionen auch nur ein einziges Mal gezählt.
(Enge) Definition der Conversion-Rate:
|
Transaktion
eines Unique Visitors im gemessenen Zeitraum*
Anzahl der Unique Visitors
*Gezählt wird maximal eine Transaktion je Unique Visitor.
|
Durch die Verwendung
dieser engen Definition erfahren Sie wirklich, wie viele Besucher Ihrer
Website einmal zum Kunden werden. Den Unique Visitor können Sie beispielsweise
über Cookies identifizieren, dem Sie dann ggf. nur noch eine Transaktion
(z.B. Registrierung für Ihren Newsletter oder Online-Shop mit anschließender
Bestellung) zuordnen müssen.
Ein Beispiel:
Die Website eines Online-Shops hat monatlich 10.000.000 Seitenaufrufe
(Page Impressions) von 500.000 verschiedenen Besuchern (Unique Visitors),
die über Cookies identifiziert wurden. Im gleichen Monat wurden 10.000
Bestellungen erfolgreich aufgegeben und abgewickelt. Die Conversion-Rate
berechnet sich dann wie folgt:
Anzahl
Transaktionen
Anzahl Unique Visitors |
= |
10.000
500.000 |
x
100 |
=
2 % |
Was habe ich unter Usertracking zu verstehen?
Das Nutzerverhalten
(Usertracking) kann über Cookies, Login des Websitebesuchers oder
eine Authentifizierung mit Session-ID eindeutig einer Person zugeordnet
werden. Es wird serverseitig beispielsweise auch im Logfile standardmäßig
protokolliert. Dabei werden u.a. der Aufruf jeder einzelnen Seite (inklusive
aller enthaltenen Dateien, aus der sich die Seite zusammensetzt), die
Dauer des Aufenthalts auf einer Seite (Page View Length), Ausführung
von Aktionen und die Browserversion dokumentiert.
Die Auswertung des Logfiles gibt Ihnen darüber hinaus die Möglichkeit,
zum Beispiel folgende Fragen zu beantworten:
- Von welcher Website kommt ein Besucher auf Ihre eigene Website?
- Welchen Suchbegriff hat der Besucher bei der Suchmaschine eingegeben,
von der er auf Ihre Website gekommen ist?
- Welche Webseiten sind stark, welche eher schwach frequentiert?
- Welche Wege nimmt ein Besucher beim Besuch Ihrer Website?
- Wo steigt der Besucher aus Ihrer Website aus?
Um nicht mit dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz (BDSG, nachzulesen
unter: http://www.bfd.bund.de/information/BDSG_neu.pdf)
in Konflikt zu geraten, empfiehlt es sich, das eigene Vorhaben vorher
genau zu prüfen und sich ein solches personalisiertes Usertracking durch
den Benutzer vorher gegebenenfalls genehmigen zu lassen. Dies kann beispielsweise
während des Registrierungsprozesses erfolgen.
Wo finde ich geeignete Software für die Auswertung von Usertracking-Daten?
Entsprechende
Software-Programme erlauben ein noch genaueres Tracking des Besuchers
als dies durch die Logfiles möglich ist. Darüber hinaus bieten
sie weitergehende Statistiktools für die Auswertung und Darstellung
dieser Daten.
Spezialist auf dem Markt für Usertracking-Software ist Broadbase
(www.broadbase.com)
mit dem Produkt eCRM.
Ebenso bieten viele Shop-Lösungen, wie beispielsweise von der Intershop
AG, Openshop AG, BroadVision Inc. oder der Gauss AG, standardmäßig bereits
einige Funktionen für das Usertracking und die Auswertung des Nutzerverhaltens.
Unter www.software-marktplatz.de
können Sie zu auf dem Markt befindlichen Softwarelösungen
aus dem Bereich Usertracking, Data Mining, Business Intelligence recherchieren.
Was ist Usability?
Wie wichtig eine
Optimierung der Usability ist, zeigt der hohe Anteil von Bestellabbrüchen
in Online-Shops wegen schlechter Nutzerführung und schlechter Information.
Diverse Studien belegen, dass 50 bis 75 Prozent aller bereits angefangenen
Bestellvorgänge vom User noch abgebrochen werden.
Zwar steigt die Zahl der Internetnutzer immer noch stetig, ebenso die
Anzahl der User, die im Internet einkaufen. Forschungsergebnisse besagen
jedoch, dass es eher die erfahrenen Nutzer sind, die den Einkauf via
Internet wagen. Daher stellt sich die Frage: wie sollen dann erst die
großen Scharen der Internet-Newbies es schaffen, "effizient
und effektiv" im Internet zu shoppen, so wie es die internationale
Organisation für Standarisierung (ISO) fordert. Sie definiert in
ISO 9241: "Usability eines Produktes ist das Ausmaß, in dem
es von einem bestimmten Benutzer verwendet werden kann, um bestimmte
Ziele in einem bestimmten Kontext effektiv, effizient und zufriedenstellend
zu erreichen."
Usabilitytests müssen nicht aufwendig sein, da es in der Praxis ja selten um wissenschaftlich exakte Messungen geht und im allgemeinen bereits durch 5 Probanden ca. 80% der Fehler in Sachen Nutzerführung aufgedeckt werden können.
Was ist Usabilitytesting?
Usabilitytesting
ist Bestandteil des Usability Engineering, das in Prüf-, Test-
und Befragungsformen unterschieden wird. Usabilitytests simulieren in
einer Testsituation den Praxisfall und setzen sich im wesentlichen aus
folgenden Komponenten zusammen:
- Eine Beschreibung der Ziele, die durch die Interaktion zwischen Benutzer und Website erreicht werden sollen.
- Eine Beschreibung der Aufgaben, das heisst der Handlungen, die auszuführen
sind, um diese Ziele zu erreichen.
- Eine Beschreibung der Benutzer selbst, das heisst der Zielgruppe,
die mit dem Angebot einer Website erreicht wird.
- Usability Messgrößen, das heisst messbare Attribute, die sich auf
Effizienz, Effektivität und Zufriedenheit beziehen. Das sind zum Beispiel
die Zeit, die eine Testperson für die Lösung einer Aufgabe (zum Beispiel
Kauf eines bestimmten Artikel in einem Online-Shop) benötigt hat oder
die Fehlerrate bei der Lösung dieser Aufgabe.
- Eine Beschreibung der Ausstattung, insbesondere Software und Hardware.
- Eine Beschreibung der Umgebung, das heisst der relevanten Eigenschaften
der physikalischen und sozialen Umwelt, da diese Komponenten das Testergebnis
beeinflussen.
Zu den Methoden des Usabilitytestings gehören beispielsweise:
- Theorie des Lauten Denkens, bei der der Benutzer dazu aufgefordert
wird, seine Handlungen und Gedanken laut zu kommunizieren.
- Theorie des Lauten Denkens, fragebogengestützt. Die Testperson wird zusätzlich systematisch befragt.
- Eye-tracking, wobei mit aufwendigem technischem Gerät die Augenbewegung
der Testperson gemessen und protokolliert wird.
- Pluralistic Walkthrough:
Benutzer, Entwickler und Ergonomie-Experten gehen gemeinsam vorher definierte
Aufgaben durch und diskutieren Elemente des Designs und der Nutzerführung.
- Heuristische Evaluation, bei der Experten sich in die Rolle von Benutzern
versetzen und die Bedienoberfläche einer Website beurteilen
- Szenarientechnik,
bei der Benutzermodelle definiert werden und anschließend in Planspielen
geprüft wird, wie gut die Ziele erreicht werden.
Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel Usability und Conversion-Rate:
1000 Shop-Besucher - 10 Käufer! Ist
das schon alles?
Erste Maßnahmen, um Ihre Conversion-Rate zu steigern:
Leistungen der WEBAGENCY E-Commerce AG
WEBAGENCY bietet
Ihnen einen ausführlichen Workshop zum Thema Web-Usability. Fordern
Sie unsere Workshopliste an: office@webagency.de.
Zum Thema "Optimierung der Conversion-Rate durch Usability-Tests" empfehlen
wir Ihnen auch die Diplomarbeit von Stefan Höfler, die Sie über die
E-Mail Adresse stefanhoefler@web.de
käuflich erwerben können.
Weiterlesen: Links zum Thema
Links zum Thema
Usertracking:
www.broadbase.com
Links zum Thema Online-Shop Systeme:
www.broadvision.com
www.gauss.de
www.openshop.de
www.intershop.com
Links zum Thema Usability:
www.useit.com
www.kommdesign.de
www.usableweb.com
www.best.com/~jthom/usability/
www.usability-forum.com/
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Dieser Artikel stammt aus dem E-Commerce-Info-Dienst der WEBAGENCY
(http://www.webagency.de).
Die WEBAGENCY E-Commerce AG konzipiert und realisiert E-Commerce- und
E-Business-Lösungen für die Industrie, den Handel, die
Dienstleistungsbranche und die öffentliche Hand.
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